Israel oder das eigentliche Problem

Israel oder das eigentliche Problem

Israel oder Das eigentliche Problemvon Hassan Mohsen Juli 2014 Erneut werden die Menschen in Gaza von zionistischen Truppen angegriffen. Dutzende mussten sterben. Hunderte Häuser wurden zerstört, und zahlreiche Herzen mussten bluten. Der Schmerz der Menschen in Palästina ist so groß, dass er bis in alle Welt schwappt. Der Ruf der palästinensischen Kinder erreicht auch uns hier in Deutschland. Aus Deutschland vermag man nichts anderes, als Wut und Ohnmacht zu verspüren. Wut gegen die unverhältnismäßige Brutalität der Zionisten. Und Ohnmacht gegen eine Übermacht an Medien, die jedes Verbrechen der Zionisten rechtfertigen. Was bleibt einem Essayisten anderes als einen Essay zu schreiben, um wenigstens etwas, zu tun was das Gewissen beruhigt. Obwohl das Gewissen keiner Beruhigung bedarf, sondern eines Schreis, der das schlafende Herz erweckt. Einige meinen tatsächlich, dass die hiesige Berichterstattung dieses Mal auch die Zionisten kritisiert. Einige meinen, dass die hiesigen Medien dieses Mal gerecht seien. So ist - für die Medien - nicht nur die Hamas eine radikale Kraft, sondern auch die israelische Regierung. Aber jeder weiß, dass Israel immer eine Rechtfertigung für einen Flächenbrand sucht und sie auch immer wieder findet. Nein, das Problem sind nicht die radikalen Kräfte - egal ob auf Seiten der Besatzer oder auf Seiten der Besetzten. Das eigentliche Problem am Israel-Palästina-Konflikt ist das zionistische Israel. Die Ausrufung des zionistischen Staates Israel am 14. Mai 1948 auf besetztem palästinensischen Boden ist das eigentliche Problem. Es gibt keine Rechtfertigung für Israel, auch nur eine Patronenhülse auf besetzten Boden zu schnippen. Aber es gibt zahlreiche Argumente, die dafür sprechen, weshalb die Palästinenser allen Grund und sogar die Pflicht dazu haben, sich gegen ihre Besatzer zu wehren. Es entspricht dem Völkerrecht und internationalen Gepflogenheiten, sich gegen eine Besatzung zu wehren. Und die Kinder in Palästina, die Steine auf Panzer werfen, handeln nach dem Völkerrecht, während Israel allein mit seiner Existenz das Völkerrecht mit Füßen tritt. Das Problem, welches mit der Gründung Israels einher ging, ist nicht nur ein Problem der Palästinenser. Nein, es ist ein weltweites Problem. Denn wer nach Menschenrechten, Pressefreiheit und Demokratie ruft, ohne primär Israel zu meinen, disqualifiziert sich selbst. Kein anderes Gebilde schadet diesen Werten mehr als Israel. Wer Toleranz und Religionsfreiheit fordert, ohne Israel als Hauptgefährder dieser Werte zu erwähnen, macht sich unglaubwürdig. Keiner schürt so stark die religiösen Differenzen wie Israel, weil Israels Lebenselexier der Kampf der Kulturen ist. Erst wenn das zionistische Gebilde der Vergangenheit angehört, wird der Weltfrieden zur Gegenwart und die Hoffnung die Zukunft. Ihre Meinung zum Essay:hassan.mohsen@muslim-essay.de