Prostatakrebs Selbsthilfe

Prostatakrebs Selbsthilfe

Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet für betroffene Männer zunächst einmal, mit dem Schock fertig zu werden und sich einer Menge Ängste stellen zu müssen, die bisher unbekannt waren. Fällt die Diagnose Krebs, haben die meisten Betroffenen verständlicherweise den Gedanken an den eigenen und vielleicht baldigen Tod vor Augen. Darüber hinaus aber gehört die Prostata zu den Geschlechtsdrüsen und selbstverständlich macht diese Tatsache Männern Angst, auch wenn sie sich im Frühstadium der Erkrankung befinden und sich bisher keine Einschränkungen in der Potenz ergeben haben.

Das Gefühl der Bedrohung durch die Erkrankung ist schon schlimm genug, doch natürlich sollte man nicht verschweigen, dass sich natürlich mit einem fortgeschrittenen Krankheitsverlauf, nach einer Operation oder anderen Therapien, Einschränkungen im Sexualleben ergeben können und sogar eine Impotenz. Im hohen Lebensalter mag dies kein oder nur ein geringfügiges Problem darstellen. Bei sexuell sehr aktiven und noch jüngeren Männern jedoch kann dies eine sehr schwer erträgliche Begleiterscheinung der Erkrankung sein.

Mit all den Ängsten und Nöten, die sich aus einer solchen Erkrankung ergeben, sollten Menschen niemals alleine sein. Selbsthilfegruppen gibt es schon seit vielen Jahren in allen Städten. Inzwischen aber, wo das Internet ein fester Bestandteil im Alltagsleben von vielen Menschen ist, ist Prostatakrebs Selbsthilfe auch im Internet beheimatet und bietet zahlreiche, unterschiedliche Foren, die von Betroffenen in der Regel kostenlos und anonym genutzt werden können.

Der Prostatakrebs Selbsthilfe kommt eine enorme Bedeutung zu. Betroffene Männer können sich hier mit anderen betroffenen Männern austauschen und zur Sprache kommen alle Themen rund um das Thema Prostatakrebs. Diagnosen, Therapien, Krankheitsverlauf, Prognosen, Heilungserfolge, aber auch Themen wie Auswirkungen auf die Familie, auf die Partnerschaft. Betroffene Männer werden in der Prostatakrebs Selbsthilfe zwar nicht geheilt, aber das ist auch nicht die Aufgabe einer Selbsthilfegruppe. Hier sollen sich die Erkrankten aussprechen können, sich zu unterschiedlichen Themen aussprechen, sich gegenseitig stärken, Halt geben, Mut zusprechen.

Viele erkrankte Männer lesen in den Foren der Prostatakrebs Selbsthilfe aufmerksam die Geschichten der anderen Gruppenmitglieder und schöpfen daraus wieder Kraft um gegen die Krankheit anzukämpfen. Dazu gehört natürlich auch, dass man auch einmal über etwas anderes spricht, sich vielleicht sogar in regionalen Gruppen einmal persönlich trifft und von Angesicht zu Angesicht miteinander redet oder einfach etwas unternimmt, was Spaß macht und für ein paar Stunden von der Erkrankung ablenkt.

Für erkrankte Männer kann es auch von ungeheurer Bedeutung sein, sich zu Diagnosen, Prognosen und vor allem zu Therapien, und Ärzten auszutauschen. Prostatakrebs ist eine sehr spezielle Krebserkrankung, die gerade durch ihren sehr langsamen Verlauf und die daraus resultierenden Therapien den einzelnen Betroffenen verwirren kann.

Sehr oft werden Selbsthilfegruppen wie die Prostata Selbsthilfe auch von Medizinern begleitet, die gerne Auskünfte geben und sogar von neusten Forschungsergebnissen oder Therapiemöglichkeiten berichten können.

Prostatakrebs ist kein Todesurteil und je früher die Erkrankung diagnostiziert wurde, je schneller die Therapie stattfinden kann, umso besser stehen die Chancen, bald wieder ein normales Leben führen zu können. Mit der Unterstützung in der Gemeinschaft einer Selbsthilfegruppe fühlen sich die betroffenen Männer nicht mehr als allein kranker Mensch unter sonst gesunden Menschen, sondern können sich gegenseitig wertvolle Ratgeber sein.